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Zahnmedizin Ratgeber Zahnwelt Hannover
11 May 2026

Zahn abgebrochen: Was Sie sofort tun sollten

Ein Sturz beim Radfahren, ein harter Beißkontakt beim Sport, ein Stoß im Spiel: Zahnverletzungen passieren ohne Vorwarnung und in Sekunden. Dieser Beitrag erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist, wenn ein Stück Zahn abbricht oder ein Zahn vollständig ausgeschlagen wird, wie.

Zahnfragment in Spezialbox transportieren
Wurzel nicht berühren
Replantation in 30 bis 60 Minuten
Milchzähne werden nicht repliantiert
Sofort die Praxis kontaktieren

Wenn das Fragment auf dem Boden liegt und die Sekunden zählen

Ein Vater meldet sich an einem Samstagnachmittag in der Praxis, weil sein zwölfjähriger Sohn beim Mountainbike-Fahren in einer Kurve gestürzt sei. Er habe sich Lippe und Kinn aufgeschlagen, ein oberer Schneidezahn sei zur Hälfte abgebrochen, das Fragment liege auf dem Waldweg neben dem Fahrrad. Der Junge spüre einen scharfen Schmerz, der Mundbereich blute leicht, das Bewusstsein sei klar, der Arm offenbar unverletzt. Wir telefonieren ihn durch die wichtigsten Schritte, geben Anweisungen zur Aufbewahrung des Fragments und sehen die beiden zwanzig Minuten später in der Praxis. Den Zahn können wir versorgen.

Solche Anrufe kommen häufiger, als die meisten erwarten. Zahntraumata gehören zu den klassischen Notfällen in der Zahnmedizin und treten am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und sechzehn Jahren auf, oft beim Sport, beim Spielen oder bei Stürzen. Bei Erwachsenen sind es ähnlich oft Sport- oder Verkehrsunfälle. In der Zahnwelt Hannover sehen wir diese Patientinnen und Patienten in der Regel direkt, ohne Wartezeit. Was in den ersten Minuten nach dem Trauma passiert, entscheidet maßgeblich darüber, ob der Zahn erhalten werden kann oder nicht. Aus diesem Grund lohnt es sich, die wichtigsten Schritte einmal in Ruhe gelesen zu haben, bevor sie wirklich gebraucht werden.

Wie eine Zahnverletzung tatsächlich aussehen kann

Nicht jede Zahnverletzung ist sofort dramatisch. Wir unterscheiden klinisch mehrere Verletzungsmuster, die unterschiedlich behandelt werden. Der einfachste Fall ist eine Kronenfraktur ohne Pulpaeröffnung: Ein Stück Schmelz oder Schmelz mit einem dünnen Saum Dentin ist abgebrochen, der Nerv ist nicht freigelegt. Diese Verletzung wirkt oft harmlos, ist es aber nicht in jedem Fall, weil unterhalb der Fraktur kleine Risse entstanden sein können, die später zu einer Pulpitis führen.

Der zweite Fall ist die komplizierte Kronenfraktur mit Pulpaeröffnung: Ein Bruchstück hat das Nervengewebe freigelegt, das oft als kleiner roter Punkt im Bruchspalt sichtbar ist. Hier zählt die Zeit, weil die offenliegende Pulpa innerhalb von Stunden bakteriell infiziert wird. Eine teilweise oder vollständige Pulpaerhaltung mit kunststoffhaltiger Schutzversorgung ist möglich, wenn schnell genug behandelt wird.

Der dritte Fall ist die Wurzelfraktur: Ein Riss verläuft horizontal oder schräg in der Wurzel, oft ohne sichtbares Bruchstück, manchmal mit einer leichten Beweglichkeit der Krone. Diese Verletzung wird häufig erst im Röntgenbild sichtbar. Die Therapie hängt vom Verlauf des Risses ab. Hohe horizontale Frakturen heilen seltener gut aus als tief gelegene.

Der vierte Fall ist die Lockerung oder Verlagerung, also eine Subluxation oder Luxation. Der Zahn ist im Knochenfach gelockert, leicht verschoben oder in den Knochen hineingestaucht. Auch diese Verletzungen werden oft unterschätzt, brauchen aber eine zahnärztliche Reposition und gegebenenfalls eine Schienung über mehrere Wochen.

Der fünfte und schwerwiegendste Fall ist die Avulsion, der vollständige Verlust des Zahnes aus dem Zahnfach. Hier liegt der Zahn am Boden, im Sand, im Schmutz oder in der Hand. Für diesen Fall gilt das engste Zeitfenster und die wichtigste Lagerung.

Was Sie in den ersten zehn Minuten unbedingt tun sollten

Wenn ein Zahnstück abgebrochen oder ein vollständiger Zahn ausgeschlagen ist, gehen Sie wie folgt vor. Suchen Sie das Fragment oder den Zahn umgehend, am Sturzort, im Schuh, am Spielfeldrand. Halten Sie ihn ausschließlich an der Krone fest, also am sichtbaren weißen Teil. Berühren Sie die Wurzeloberfläche nicht und reinigen Sie sie nicht mit Wasser, einer Bürste, einem Tuch oder einer Mundspülung. Auf der Wurzeloberfläche befinden sich winzige Reste der Wurzelhaut, die für eine spätere Replantation entscheidend sind. Werden diese abgewaschen, scheitert die Heilung in vielen Fällen.

Lagern Sie das Fragment oder den Zahn sofort in einer geeigneten Flüssigkeit. Die beste Option ist eine Zahnrettungsbox, die in vielen Apotheken, Vereinsapotheken und Schulsanitätsräumen vorhanden ist und eine spezielle Nährlösung enthält. Sie verlängert die Überlebenszeit der Wurzelhaut auf mehrere Stunden. Wenn keine Zahnrettungsbox verfügbar ist, ist kalte H-Milch die zweitbeste Lagerung. Sie hält die Wurzelzellen für etwa zwei Stunden in einem brauchbaren Zustand. Eine isotonische Kochsalzlösung ist ebenfalls möglich. Leitungswasser ist keine geeignete Lagerung, weil es osmotisch die Zellen zerstört.

Falls Sie weder Zahnrettungsbox noch Milch zur Hand haben, ist die eigene Wangentasche bei kooperativen Erwachsenen eine Möglichkeit. Der Speichel hält die Wurzelhaut für etwa dreißig bis sechzig Minuten ausreichend feucht. Bei Kindern unter zehn Jahren raten wir davon ab, weil die Verschluckungsgefahr zu hoch ist. Trockene Lagerung in einem Taschentuch oder in einer Plastiktüte ist die schlechteste Option und reduziert die Erfolgsaussichten einer Replantation drastisch.

Das Zeitfenster für eine Replantation

Bei einem vollständig ausgeschlagenen bleibenden Zahn entscheidet die Zeit zwischen Trauma und Replantation maßgeblich über den Erfolg. Die idealen Werte: unter dreißig Minuten trocken, unter sechzig Minuten in adäquater Lagerung. Innerhalb dieses Fensters liegt die Erfolgsrate für eine erhaltende Replantation am höchsten. Nach mehr als sechzig Minuten trockener Lagerung sinkt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass die Wurzelhaut sich erneut anheftet, und damit die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Erhaltung.

Wir empfehlen daher: Wenn der Zahn ausgeschlagen ist, kontaktieren Sie sofort eine zahnärztliche Praxis, die Trauma-Versorgung anbietet, und kommen Sie auf direktem Weg vorbei. In der Zahnwelt Hannover unter 0511 519 46 50 sind wir innerhalb der Sprechzeiten direkt erreichbar. Außerhalb unserer Öffnungszeiten erreichen Sie den zahnärztlichen Notdienst Hannover. Telefonieren Sie noch auf der Fahrt, damit das Behandlungsteam vorbereitet ist und Sie nicht im Wartezimmer stehen.

Was wir in der Praxis tun

Sobald Sie in der Praxis ankommen, beginnen wir mit einer kurzen Anamnese und einer fokussierten klinischen Untersuchung. Wir prüfen den Allgemeinzustand, schließen Verletzungen außerhalb des Zahnbereichs aus und sehen uns gezielt die Mundhöhle, die Lippen, die Wangenschleimhaut und die umgebenden Knochenstrukturen an. Bei Verdacht auf eine Wurzelfraktur, eine Verlagerung oder eine Beteiligung des Kieferknochens nehmen wir ein digitales Röntgenbild auf, in komplexeren Fällen eine dreidimensionale DVT-Aufnahme, die in unserer Praxis verfügbar ist.

Bei einem ausgeschlagenen bleibenden Zahn replantieren wir den Zahn unmittelbar, idealerweise innerhalb der genannten Zeitfenster. Wir spülen das Zahnfach kurz mit Kochsalzlösung, setzen den Zahn unter leichtem Druck in seine ursprüngliche Position zurück und stabilisieren ihn mit einer flexiblen Schienung an den Nachbarzähnen für etwa zwei Wochen. Anschließend planen wir eine endodontische Behandlung am replantierten Zahn, weil das Nervengewebe in den allermeisten Fällen abstirbt und eine Wurzelkanalbehandlung nötig wird, um eine spätere Resorption der Wurzel zu verhindern. Die Erfolgsaussichten dieser Wurzelbehandlung sind in der Regel gut, wenn die Replantation rechtzeitig stattgefunden hat.

Bei einer einfachen Kronenfraktur ohne Pulpaeröffnung kleben wir das mitgebrachte Fragment, falls vorhanden und passgenau, mit einem hochfesten Adhäsivsystem wieder an. Diese Lösung ist ästhetisch dem Komposit-Aufbau überlegen und in vielen Fällen langlebig. Wenn das Fragment fehlt oder nicht mehr passt, restaurieren wir den Zahn mit einer Komposit-Versorgung, schichtweise und in den natürlichen Farbverlauf eingearbeitet. Bei einer komplizierten Kronenfraktur mit Pulpaeröffnung versorgen wir die offene Pulpa mit einer partiellen Pulpotomie oder einer direkten Überkappung mit Calciumhydroxid- oder MTA-Präparaten, je nach Ausmaß der Verletzung und Alter des Zahnes.

Was bei einem Milchzahn anders gilt

Bei einem ausgeschlagenen Milchzahn gelten andere Regeln als bei einem bleibenden Zahn. Wir replantieren Milchzähne in der Regel nicht, weil die Verankerung im Zahnfach instabil ist und die Replantation den darunter liegenden bleibenden Zahnkeim verletzen kann. Bei einem ausgeschlagenen Milchzahn ist die wichtigste Maßnahme, das Kind zu beruhigen, die Blutung mit einem sauberen, sterilen Tupfer zu stillen, und mit dem Kind die Praxis aufzusuchen. Wir sehen das Kind in der Kinderzahnheilkunde mit der nötigen Ruhe und einem altersgerechten Vorgehen.

Anders ist es, wenn ein Milchzahn nur abgebrochen oder leicht gelockert ist. Hier prüfen wir den Befund, kontrollieren die Beweglichkeit, sehen uns die Mundschleimhaut auf zusätzliche Verletzungen an und beobachten den Zahn über mehrere Kontrollen. Eine Restauration ist bei kleineren Frakturen oft mit Komposit möglich. Bei stärker geschädigten Milchzähnen kann eine Pulpotomie mit anschließender Krone die Methode der Wahl sein, um den Zahn bis zum natürlichen Zahnwechsel zu erhalten. Eine zu frühe Entfernung kann den Platz für den nachfolgenden bleibenden Zahn verschmälern.

Welche Sofortmaßnahmen Sie für Ihre Familie vorbereiten können

Eine Zahnrettungsbox kostet in der Apotheke etwa fünfzehn bis zwanzig Euro, hält mehrere Jahre und gehört in jeden Haushalt mit Kindern, in jede Sporttasche, in den Vereinsraum und idealerweise in den Schul-Erste-Hilfe-Kasten. Vereine und Schulen haben oft eine zentrale Box im Sanitätsraum. Im Zweifel lohnt es sich, einmal nachzufragen. Eine Zahnrettungsbox ist die einzige Lagerung, die die Wurzelhaut für mehrere Stunden auf nahezu unverändertem Niveau konserviert.

Bei Sportarten mit erhöhtem Trauma-Risiko, etwa Hockey, Basketball, Mountainbike, Kampfsport, Boxen, Reiten oder Skifahren, empfehlen wir einen individuell angefertigten Sportmundschutz. Er reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Zahntraumas erheblich, kostet je nach Bauart und Material zwischen 80 und 250 Euro und hält bei Erwachsenen mehrere Jahre, bei Kindern wegen des Wachstums kürzer. Eine Konfektionsschiene aus dem Sportgeschäft sitzt nie passgenau und bietet einen messbar geringeren Schutz.

Speichern Sie unsere Praxisnummer 0511 519 46 50 vorab im Smartphone. Im Notfall ist es schneller, eine vorbereitete Nummer zu wählen, als nach einer Praxis im Internet zu suchen. Außerhalb unserer Öffnungszeiten finden Sie den zahnärztlichen Notdienst Hannover über die zentrale Bereitschaftsnummer der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

Wie der weitere Behandlungsverlauf aussieht

Eine Zahnverletzung ist mit der Erstversorgung selten abgeschlossen. Wir kontrollieren replantierte oder gelockerte Zähne nach zwei bis vier Wochen, dann nach drei, sechs und zwölf Monaten, in den meisten Fällen über zwei Jahre. Diese Kontrollen sind nicht optional. Eine Wurzelresorption, also ein langsames Auflösen der Wurzel von innen oder außen, ist eine typische Spätfolge einer Avulsion und kann in den ersten Monaten oder Jahren nach dem Trauma einsetzen. Wir erkennen sie im Röntgenbild bevor sie klinisch Probleme bereitet.

Wenn ein replantierter oder schwer beschädigter Zahn auf Dauer nicht erhalten werden kann, klären wir gemeinsam die nächste Versorgung. Ein Implantat ist bei Erwachsenen der häufigste Weg, eine festsitzende Brücke an den Nachbarzähnen eine Alternative. Bei Kindern und Jugendlichen warten wir mit dem Implantat in der Regel bis zum Wachstumsabschluss, weil ein zu früh gesetztes Implantat im weiterwachsenden Kiefer optisch absinken kann. Übergangsversorgungen wie eine Adhäsivbrücke aus Keramik schaffen die Zeit bis zur endgültigen Lösung.

Was die Behandlung kostet und was die Kasse trägt

Akute Trauma-Versorgungen sind über die gesetzliche Krankenkasse abgedeckt, wenn sie als Notfallleistung erbracht werden. Eine Replantation, eine Schienung und die anschließende Wurzelkanalbehandlung gehören dazu. Mehrkosten entstehen für aufwendigere Diagnostik wie eine DVT-Aufnahme, die zwischen 80 und 200 Euro kostet, oder für höherwertige Versorgungen, etwa eine ästhetisch optimierte Komposit- oder Keramikrestauration. Wenn am Ende ein Implantat nötig wird, liegen die Kosten je nach Aufwand und Knochenangebot zwischen 1.500 und 3.500 Euro pro Implantat ohne Knochenaufbau, mehr mit Augmentation.

Die Kosten richten sich nach BEMA für gesetzlich Versicherte und der Gebührenordnung GOZ für privat berechnete Anteile. Den exakten Eigenanteil und einen eventuellen Kassenzuschuss kalkulieren wir vor jeder geplanten Versorgung gemeinsam in einem schriftlichen Heil- und Kostenplan. In der akuten Trauma-Situation steht die Versorgung im Vordergrund, die finanzielle Klärung folgt im Anschluss in einem Beratungsgespräch.

Wieso Sie nicht zögern sollten zu kommen

Bei Zahnverletzungen wird häufig zu lange gewartet. Der Zahn fühle sich gar nicht so schlimm an, sagen Patientinnen und Patienten am Telefon, das Bruchstück sei klein, vielleicht reiche es bis Montag. Diese Einschätzung ist riskant, weil viele Verletzungen klinisch deutlich harmloser aussehen, als sie biologisch sind. Eine kleine Schmelzfraktur ohne sichtbare Pulpa kann in den nächsten Tagen zu einer Pulpitis führen. Eine leichte Lockerung kann eine Wurzelfraktur verbergen. Eine Verlagerung kann den Zahnhalteapparat irreversibel schädigen, wenn nicht zeitnah reponiert wird.

Im Zweifelsfall gilt: Lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig. Wir nehmen jeden akuten Fall ernst, nehmen am Telefon kurz die Schilderung auf und sagen Ihnen, ob ein sofortiger Termin sinnvoll ist oder ob die Versorgung am nächsten Werktag genauso gut funktioniert. Mehr zur Trauma-Bereitschaft finden Sie auch unter Sportzahnmedizin und im Glossar zur Versorgung mit Implantaten, die bei nicht erhaltbaren Zähnen die häufigste Anschlussversorgung ist.

Wie das Behandlungsteam in der Zahnwelt Hannover Sie begleitet

Trauma-Versorgung ist Teamarbeit über mehrere Sitzungen und mehrere Disziplinen. Dr. Hilmar Teschner hat die Sportzahnmedizin und die Trauma-Versorgung im Schwerpunkt, eine Kollegin oder ein Kollege aus dem Behandlungsteam übernimmt die endodontische Behandlung am replantierten Zahn, falls eine Wurzelkanalbehandlung sinnvoll wird, und die rekonstruktiven Versorgungen, falls Komposit, Veneer, Krone oder Implantat fällig werden. Welche Hand in welchem Schritt arbeitet, ergibt sich aus dem Verletzungsmuster und aus dem, was zeitlich erreichbar ist. Auf diese Weise stellt die Zahnwelt Hannover sicher, dass die Versorgung nicht an der Verfügbarkeit einer einzigen Person hängt.

Für die Trauma-Versorgung gelten vier feste Zusagen: Akute Trauma-Patientinnen und Trauma-Patienten nehmen wir ohne Termin auf. Bei Bedarf telefonieren wir Sie durch die ersten Schritte, bevor Sie überhaupt in der Praxis sind. Den Zahn versorgen wir so substanzschonend wie möglich. Und die Folgeversorgung planen wir in dem Tempo, das Ihre Heilung zulässt. Eine Zahnverletzung ist beunruhigend, aber sie ist in den meisten Fällen behandelbar, wenn die ersten Minuten richtig genutzt werden.

Dieser Beitrag ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Ob die hier beschriebene Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist und welcher Behandlungsweg zu Ihrer individuellen Situation passt, klären wir gemeinsam mit Ihnen anhand des Befunds in einem persönlichen Termin in der Hildesheimer Straße 25 in Hannover-Südstadt.

Häufig gestellte Fragen

Was tue ich, wenn ein Zahn ausgeschlagen wurde?

Suchen Sie den Zahn sofort, fassen Sie ihn nur an der Krone an, berühren Sie die Wurzeloberfläche nicht und reinigen Sie sie nicht. Lagern Sie den Zahn in einer Zahnrettungsbox aus der Apotheke, alternativ in kalter H-Milch oder isotonischer Kochsalzlösung. Kommen Sie umgehend in die Praxis, idealerweise innerhalb von 30 bis 60 Minuten. Rufen Sie uns vorher unter 0511 519 46 50 an, damit das Team vorbereitet ist.

Darf ich den Zahn unter Wasser abspülen?

Nein. Leitungswasser zerstört osmotisch die feinen Zellen der Wurzelhaut, die für eine erfolgreiche Replantation entscheidend sind. Auch eine Bürste oder ein Tuch dürfen die Wurzeloberfläche nicht berühren. Wenn der Zahn stark verschmutzt ist, lagern Sie ihn so wie er ist, in einer geeigneten Lagerflüssigkeit. Die Reinigung übernehmen wir in der Praxis unter sterilen Bedingungen.

Wie lange habe ich Zeit für eine Replantation?

Idealerweise unter 30 Minuten trocken oder unter 60 Minuten in adäquater Lagerung. Je länger der Zahn außerhalb des Zahnfaches verbringt, desto schlechter sind die Erfolgsaussichten. Eine Zahnrettungsbox verlängert das Zeitfenster auf mehrere Stunden, weil die spezielle Lösung die Wurzelhautzellen am Leben hält. Trockene Lagerung in einem Taschentuch ist die schlechteste Option.

Was ist mit einem ausgeschlagenen Milchzahn?

Ausgeschlagene Milchzähne werden in der Regel nicht repliantiert, weil die Verankerung instabil ist und die Replantation den darunter liegenden bleibenden Zahnkeim verletzen kann. Wichtig sind Beruhigung des Kindes, Blutstillung mit einem sauberen Tupfer und ein zeitnaher Termin in der Kinderzahnheilkunde. Wir kontrollieren den darunter liegenden bleibenden Zahn klinisch und gegebenenfalls per Röntgenbild.

Was kostet die Trauma-Versorgung?

Akute Trauma-Versorgungen wie Replantation, Schienung und Wurzelkanalbehandlung werden über die gesetzliche Krankenkasse als Notfallleistung abgerechnet. Mehrkosten entstehen für aufwendigere Diagnostik wie DVT-Aufnahmen zwischen 80 und 200 Euro oder höherwertige Versorgungen. Wenn am Ende ein Implantat nötig wird, liegen die Kosten zwischen 1.500 und 3.500 Euro pro Implantat ohne Knochenaufbau. Wir halten alles in einem Heil- und Kostenplan fest.

Wie kann ich Zahnverletzungen vorbeugen?

Bei Sportarten mit erhöhtem Trauma-Risiko empfehlen wir einen individuell angefertigten Sportmundschutz. Er reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Zahntraumas erheblich, kostet zwischen 80 und 250 Euro und hält mehrere Jahre. Eine Zahnrettungsbox in der Sporttasche und in der Schule beschleunigt die Erstversorgung im Ernstfall. Konfektionsschienen aus dem Sportgeschäft bieten messbar geringeren Schutz als individuelle Anfertigungen.

Zusammenfassung

Ein Sturz beim Radfahren, ein harter Beißkontakt beim Sport, ein Stoß im Spiel: Zahnverletzungen passieren ohne Vorwarnung und in Sekunden. Dieser Beitrag erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist, wenn ein Stück Zahn abbricht oder ein Zahn vollständig ausgeschlagen wird, wie Sie ein Fragment für eine spätere Wiederbefestigung optimal aufbewahren, welches Zeitfenster für eine Replantation gilt, was wir in der Praxis tun und welche Versorgung am Ende nötig wird. Dr. Hilmar Teschner und das Behandlungsteam der Zahnwelt Hannover sind auf solche Notfälle vorbereitet.

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Wir nehmen akute Trauma-Patientinnen und Trauma-Patienten ohne Termin auf, in der Hildesheimer Straße 25 in Hannover-Südstadt. Außerhalb unserer Sprechzeiten erreichen Sie den zahnärztlichen Notdienst Hannover.

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