Zahnimplantat
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik, die im Kieferknochen einheilt und anschließend eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese trägt.
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik, die im Kieferknochen einheilt und anschließend eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese trägt.
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Ein Zahnimplantat ersetzt die Zahnwurzel und trägt darauf eine Krone, Brücke oder Prothese. Es ist die einzige Versorgung, die Kaukraft in den Knochen leitet und ihn dadurch erhält. Die Einheilung dauert im Unterkiefer etwa drei, im Oberkiefer vier bis sechs Monate. Gefährlich wird ihm nicht Karies, sondern die Periimplantitis.
Sobald ein Zahn fehlt, beginnt der Kieferknochen an dieser Stelle sich zurückzubilden, zuerst in der Breite und später in der Höhe. Was in den ersten Monaten niemand sieht und niemand spürt, entscheidet darüber, wie aufwendig ein späterer Ersatz wird. Eine Lücke im Seitenzahnbereich stört beim Kauen oft jahrelang nicht, und trotzdem verändert sich an ihr fortlaufend etwas.
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist eine Schraube aus Titan, die im Kieferknochen verankert wird und dort einheilt. Auf diesem Implantatkörper sitzt später ein Verbindungsstück, das Abutment, und darauf die eigentliche Versorgung: eine einzelne Krone, eine mehrgliedrige Brücke oder eine herausnehmbare Prothese, die auf mehreren Implantaten befestigt wird. Der Aufbau ist damit derselbe wie beim natürlichen Zahn, nur die Wurzel ist ersetzt.
Der Kieferknochen erhält seine Struktur durch Belastung, und was ihn abbauen lässt, ist genauso einfach: das Ausbleiben dieser Belastung. Solange ein Zahn im Kiefer sitzt, leitet er bei jedem Kaudruck Kraft über die Wurzelhaut in den umgebenden Knochen, der daraufhin fortlaufend umgebaut und erhalten wird.
Fällt der Zahn aus, entfällt dieser Reiz, und der Umbau läuft nur noch in eine Richtung. Sichtbar wird das nach einiger Zeit als Einsenkung im Kieferkamm, und bei mehreren fehlenden Zähnen verändert sich mit den Jahren auch das Gesichtsprofil, weil die Höhe zwischen Nase und Kinn abnimmt. Ein Implantat ist die einzige Versorgungsform, die diesen Reiz wiederherstellt, weil es die Kaukraft direkt in den Knochen leitet. Eine Brücke überspannt die Lücke, belastet den darunterliegenden Knochen aber nicht.
Nicht jede Lücke lässt sich ohne Weiteres implantieren, und was zuerst geprüft wird, ist das vorhandene Knochenangebot in Höhe und Breite. Ein Implantat braucht rundum eine ausreichende Knochenwand, damit es stabil einheilt und langfristig hält. Wurde der Zahn vor Jahren entfernt, ist der Kamm an dieser Stelle häufig schmaler geworden.
Ebenso wichtig ist der Zustand des Zahnfleischs. Eine unbehandelte Parodontitis muss vor jedem Implantat austherapiert sein, weil dieselben Bakterien auch das Gewebe um ein Implantat angreifen. Rauchen verschlechtert die Einheilung messbar, ein schlecht eingestellter Diabetes ebenfalls. Bei Jugendlichen warten wir das Ende des Kieferwachstums ab, weil ein Implantat im Unterschied zum eigenen Zahn nicht mitwandert und sonst später zurückversetzt erscheint.
Die Planung beginnt mit der Bildgebung, und was dabei entscheidend ist, sind die Strukturen, die nicht verletzt werden dürfen: der Nervkanal im Unterkiefer und die Kieferhöhle im Oberkiefer. Eine DVT-Aufnahme stellt Knochenhöhe, Knochenbreite und diese Nachbarstrukturen dreidimensional dar. Übliche Beträge dafür liegen ab etwa 80 bis 200 Euro je Aufnahme.
Diese Daten überlagern wir mit einem Intraoralscan der Zahnreihen und planen die Implantatposition am Bildschirm. Dabei wird nicht vom Knochen her gedacht, sondern von der späteren Krone: Zuerst steht fest, wo der Zahn stehen soll, danach ergibt sich, wo das Implantat sitzen muss. Aus dieser Planung lässt sich eine Bohrschablone fertigen, die den Bohrer während des Eingriffs in Achse und Tiefe führt.
Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung und dauert für ein einzelnes Implantat meist deutlich unter einer Stunde. Was dabei geschieht, ist ein präzises Aufbereiten des Knochenlagers mit aufsteigenden Bohrerdurchmessern unter ständiger Kühlung, weil Überhitzung den Knochen schädigen und die Einheilung verhindern würde.
Danach beginnt die Osseointegration, das direkte Zusammenwachsen von Knochen und Implantatoberfläche. Dieser Vorgang braucht Zeit und lässt sich nicht beschleunigen: Im Unterkiefer rechnen wir üblicherweise mit etwa drei Monaten, im Oberkiefer mit vier bis sechs Monaten, weil der Knochen dort weicher ist. In dieser Phase versorgen wir die Lücke provisorisch. Erst danach wird das Implantat freigelegt, das Abutment gesetzt und die endgültige Krone angefertigt.
Reicht das vorhandene Knochenangebot nicht aus, lässt sich der Kiefer aufbauen, und was dabei verwendet wird, ist entweder körpereigener Knochen aus der Umgebung oder ein Knochenersatzmaterial. Der Aufbau kann je nach Ausgangslage zeitgleich mit der Implantation erfolgen oder als eigener Eingriff mehrere Monate vorher.
Im Seitenzahnbereich des Oberkiefers kommt zusätzlich der Sinuslift infrage, bei dem der Boden der Kieferhöhle angehoben und der entstehende Raum mit Aufbaumaterial gefüllt wird. Übliche Beträge liegen für eine Augmentation ab etwa 300 bis 2.000 Euro je nach Volumen und für einen Sinuslift ab etwa 800 bis 2.500 Euro je Eingriff. Ob ein Aufbau in Ihrem Fall nötig ist, zeigt erst die dreidimensionale Bildgebung, weshalb wir vor dieser Aufnahme keine verbindliche Aussage dazu treffen.
Ein eingeheiltes Implantat ist unempfindlich gegen Karies, aber nicht gegen Entzündung, und was es tatsächlich gefährdet, heißt Periimplantitis. Dabei greift ein bakterieller Biofilm das Gewebe um das Implantat an, und weil dort die Fasern der natürlichen Wurzelhaut fehlen, breitet sich die Entzündung schneller in Richtung Knochen aus als am eigenen Zahn.
Verlorener Knochen um ein Implantat kommt nicht von selbst zurück. Deshalb ist die Nachsorge keine Empfehlung, sondern Teil der Versorgung: engmaschige Kontrollen mit Messung der Sondierungstiefen, regelmäßige professionelle Zahnreinigung mit implantatgeeigneten Instrumenten und eine gründliche häusliche Reinigung mit Interdentalbürsten. Frühe Warnzeichen sind Blutung beim Putzen und eine Rötung am Übergang zur Krone.
Der wesentliche Unterschied liegt im Preis, den die Nachbarzähne zahlen. Was eine klassische Brücke verlangt, ist das Beschleifen beider Nachbarzähne, auch wenn sie völlig gesund sind. Ein Implantat lässt sie unangetastet und ersetzt nur den fehlenden Zahn an seinem Platz.
Für die Brücke sprechen dagegen die kürzere Behandlungsdauer, der Verzicht auf einen chirurgischen Eingriff und die Eignung in Situationen, in denen ein Implantat nicht sicher einheilen würde, etwa bei starkem Rauchen oder bestimmten Vorerkrankungen. Sind die Nachbarzähne ohnehin überkronungsbedürftig, verliert das Argument des Substanzabtrags an Gewicht. Wir legen beide Wege mit ihren Vor- und Nachteilen offen, bevor eine Entscheidung fällt, weil beide Optionen ihre Berechtigung haben. Wichtig ist dabei der Zeitpunkt: Je länger eine Lücke besteht, desto schmaler wird der Kieferkamm, und desto wahrscheinlicher wird ein zusätzlicher Aufbau nötig.
Ein Implantat ist eine private Leistung, und was den Gesamtbetrag ausmacht, sind mehrere Positionen: die Diagnostik einschließlich Bildgebung, der Implantatkörper mit dem chirurgischen Eingriff, ein eventueller Knochenaufbau, das Abutment und schließlich die Krone. Übliche Beträge für das Implantat selbst liegen ab etwa 1.500 bis 3.500 Euro je Implantat ohne Knochenaufbau.
Für die Krone auf dem Implantat zahlen die gesetzlichen Kassen einen befundbezogenen Festzuschuss, der sich an der Regelversorgung für den jeweiligen Befund orientiert und mit einem lückenlos geführten Bonusheft steigt. Die Kosten richten sich nach BEMA für gesetzlich Versicherte und der Gebührenordnung GOZ für privat berechnete Anteile. Den exakten Eigenanteil und einen eventuellen Kassenzuschuss kalkulieren wir vor der Behandlung gemeinsam in einem schriftlichen Heil- und Kostenplan.
Dieser Beitrag ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Ob die hier beschriebene Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist und welcher Behandlungsweg zu Ihrer individuellen Situation passt, klären wir gemeinsam mit Ihnen anhand des Befunds in einem persönlichen Termin in der Hildesheimer Straße 25 in Hannover-Südstadt.
Was hier die Zeit bestimmt, ist die Knochenqualität. Im Unterkiefer rechnen wir üblicherweise mit etwa drei Monaten, im Oberkiefer mit vier bis sechs Monaten, weil der Knochen dort weicher ist. Diese Phase lässt sich nicht verkürzen, weil Knochen und Implantatoberfläche in dieser Zeit direkt zusammenwachsen.
Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung und ist dabei schmerzfrei. Für ein einzelnes Implantat dauert er meist deutlich unter einer Stunde. In den Tagen danach können Schwellung und Druckgefühl auftreten, die sich mit Kühlung und einem üblichen Schmerzmittel gut beherrschen lassen.
Wenn Höhe oder Breite des Kieferknochens nicht ausreichen, um das Implantat rundum sicher zu umschließen. Das kommt häufiger vor, wenn der Zahn schon vor Jahren entfernt wurde. Ob ein Aufbau erforderlich ist, zeigt erst die dreidimensionale Aufnahme, weshalb wir vorher dazu keine verbindliche Aussage treffen.
Ein eingeheiltes und gut gepflegtes Implantat kann sehr lange halten. Was die Haltbarkeit bestimmt, ist die Nachsorge: Implantate bekommen keine Karies, aber eine Periimplantitis, bei der das Gewebe entzündet ist und Knochen verloren geht. Dieser Knochen kommt nicht zurück, deshalb sind Kontrollen entscheidend.
Übliche Beträge liegen ab etwa 1.500 bis 3.500 Euro je Implantat ohne Knochenaufbau, wobei Diagnostik, Abutment und Krone hinzukommen. Für die Krone zahlen gesetzliche Kassen einen befundbezogenen Festzuschuss. Den genauen Eigenanteil halten wir vor Behandlungsbeginn in einem Heil- und Kostenplan fest.
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