Professionelle Zahnreinigung (PZR)
Die PZR entfernt Biofilm, Zahnstein und Verfärbungen an den rund 30% der Zahnflächen, die eine Zahnbürste zu Hause nicht sicher erreicht, und schützt so Zahnfleisch und Zahnschmelz.
Die PZR entfernt Biofilm, Zahnstein und Verfärbungen an den rund 30% der Zahnflächen, die eine Zahnbürste zu Hause nicht sicher erreicht, und schützt so Zahnfleisch und Zahnschmelz.
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Die professionelle Zahnreinigung entfernt Biofilm, Zahnstein und Verfärbungen an den rund 30% der Flächen, die zu Hause nicht sicher erreicht werden. Was das passende Intervall bestimmt, ist das individuelle Risikoprofil und nicht ein pauschaler Richtwert. Nach behandelter Parodontitis liegt der Abstand häufig bei drei bis vier Monaten.
Rund 70% der Zahnoberflächen erreicht eine Handzahnbürste bei guter Technik. Was auf den übrigen 30% zurückbleibt, in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischsaum, ist ein bakterieller Biofilm, und er ist der Ausgangspunkt für Karies und Zahnfleischentzündung. Die professionelle Zahnreinigung, kurz PZR, löst diesen Biofilm dort ab, wo Zahnbürste und Zahnseide zu Hause nicht ankommen. Dazu gehören die Zahnzwischenräume, der Bereich knapp unter dem Zahnfleischrand, die Innenflächen der unteren Frontzähne und die hinteren Backenzähne.
Entfernt werden weiche Beläge, mineralisierter Zahnstein und Verfärbungen durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Nikotin. Anschließend werden alle Zahnoberflächen poliert und mit einem hochkonzentrierten Fluoridlack versiegelt. Auf einer glatten, versiegelten Oberfläche haften neue Beläge langsamer, sodass der Schutz über mehrere Wochen trägt. Fachlich unterscheiden wir dabei zwischen den Belägen oberhalb des Zahnfleischrands und denen darunter, die nur mit feinen Instrumenten und unter Sicht zu erreichen sind. Die PZR gehört damit in den Bereich der zahnmedizinischen Vorsorge und ergänzt unsere Prophylaxe.
Der Grund liegt in der Form der Zahnreihe. Was eine Bürste flächig abfahren kann, sind Außen-, Innen- und Kauflächen, während der Kontaktpunkt zwischen zwei Zähnen und der Übergang zum Zahnfleisch für Borsten unzugänglich bleiben. Was dort liegen bleibt, mineralisiert innerhalb weniger Tage zu Zahnstein. Zahnstein hat eine raue Oberfläche, an der sich neuer Biofilm schneller anlagert als am glatten Zahnschmelz. Ab diesem Punkt lässt sich der Belag mit häuslichen Mitteln nicht mehr entfernen.
Hinzu kommt, dass die Zahnbürste an einigen Stellen konstruktionsbedingt scheitert. Eng stehende Frontzähne, überstehende Füllungsränder, Kronenränder, Implantatpfosten und festsitzende Zahnspangen bilden Nischen, die auch bei sorgfältigem Putzen ausgespart bleiben. Bei Patientinnen und Patienten mit Zahnersatz oder Zahnkorrekturen ist der Anteil dieser Nischen deutlich höher. Zahnseide erreicht die geraden Kontaktflächen zwischen zwei Zähnen, versagt aber an konkaven Wurzeloberflächen, für die Interdentalbürsten in der passenden Größe nötig sind. Wer hier regelmäßig reinigen lässt, verhindert, dass aus einer harmlosen Gingivitis eine Parodontitis mit Knochenabbau wird.
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme, und was dabei auffällt, bestimmt den weiteren Ablauf. Unsere Prophylaxe-Fachkräfte prüfen den Zustand des Zahnfleischs, dokumentieren Blutungspunkte, messen bei Bedarf die Sondierungstiefen und markieren die Problemzonen. Erst danach beginnt die eigentliche Reinigung, weil eine entzündete Stelle anders behandelt wird als eine gesunde.
Harte Beläge lösen wir mit einem Ultraschall-Scaler, dessen Spitze mit hoher Frequenz schwingt und den mineralisierten Zahnstein in kleinen Bruchstücken absprengt, ohne den Schmelz zu beschädigen. Feine Handinstrumente kommen dort zum Einsatz, wo der Ultraschall nicht sauber ansetzen kann. Anschließend arbeiten wir mit einem Pulverstrahlgerät, das ein feines Pulver aufträgt und Verfärbungen aus Fissuren und Zwischenräumen löst. Den Abschluss bilden Politur und Fluoridierung. Alle erhobenen Werte werden dokumentiert, sodass wir beim nächsten Termin sehen, ob sich eine Stelle verbessert oder verschlechtert hat. Eine vollständige Sitzung dauert in unserer Praxis in der Hildesheimer Straße 25 in Hannover-Südstadt etwa 45 bis 60 Minuten.
Viele Patientinnen und Patienten nehmen die PZR als einen einzigen Arbeitsschritt wahr, und was wie eine Reinigung aussieht, besteht in Wirklichkeit aus mehreren Verfahren mit klar getrennten Zielen. Der Ultraschall arbeitet mechanisch gegen mineralisierte Ablagerungen. Er löst Zahnstein, kann aber weder Verfärbungen aus feinen Fissuren holen noch Biofilm aus einem engen Zwischenraum spülen.
Das Pulverstrahlgerät arbeitet dagegen abrasiv und flächig. Es trägt weiche Beläge und Verfärbungen ab und erreicht dabei Strukturen, an denen ein Instrument keinen Halt findet. Für empfindliche Bereiche am Zahnhals und an freiliegenden Wurzeloberflächen verwenden wir feinkörnige Pulver auf Glycin- oder Erythritolbasis, die den Zahnschmelz schonen. Zum Abschluss folgt die Politur mit einem rotierenden Gummikelch und einer Polierpaste, deren Körnung wir nach dem Zustand des Zahnschmelzes wählen. Welche Kombination bei Ihnen sinnvoll ist, hängt vom Befund ab und wird vor der Sitzung festgelegt, nicht pauschal für alle gleich.
Die pauschale Empfehlung von zwei Sitzungen pro Jahr trifft für einen Teil unserer Patientinnen und Patienten zu, für viele andere aber nicht. Was das richtige Intervall bestimmt, ist das individuelle Risikoprofil, und das setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Dazu zählen eine Parodontitis in der Vorgeschichte, die Kariesanfälligkeit, Rauchen, ein durch Medikamente verringerter Speichelfluss, Diabetes und die Qualität der häuslichen Mundhygiene.
Bei Patientinnen und Patienten mit behandelter Parodontitis liegt der Abstand in der Nachsorge häufig bei drei bis vier Monaten, weil sich die Bakterien in den Zahnfleischtaschen in diesem Zeitraum wieder aufbauen. Bei geringem Risiko und stabilem Befund kann eine Sitzung pro Jahr genügen. In der Schwangerschaft und bei Implantatversorgungen empfehlen wir engere Abstände, weil das Zahnfleisch in beiden Fällen empfindlicher auf Beläge reagiert. Wie wir diese Termine steuern, beschreibt unser Eintrag zum Recall-System. Wir legen das Intervall nach der Befundung gemeinsam fest und passen es an, wenn sich der Zustand ändert.
Nach einer systematischen Parodontitisbehandlung entscheidet die Nachsorge darüber, ob das Ergebnis hält. Was in der aktiven Behandlungsphase erreicht wurde, geht ohne regelmäßige Reinigung innerhalb weniger Monate wieder verloren, weil sich der Biofilm in den Resttaschen neu organisiert. Die unterstützende Parodontitistherapie ist deshalb ein eigener Leistungsbereich mit eigenem Ablauf.
Sie umfasst die Kontrolle der Sondierungstiefen, die Reinigung der Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischrands und die erneute Bewertung der Mundhygiene. Der Abstand richtet sich dabei nach dem Schweregrad der behandelten Erkrankung und nicht nach einem festen Kalenderrhythmus. Diese Nachsorge wird nach einer systematischen Parodontitisbehandlung in vielen Fällen über zwei Jahre von der gesetzlichen Krankenkasse getragen, anders als die reine PZR bei gesundem Zahnfleisch. Auch Zahnfleischtaschen, die nach der aktiven Phase noch messbar vertieft sind, lassen sich in dieser Nachsorge weiter stabilisieren. Ob Sie in diese Behandlungsstrecke fallen, klären wir anhand des Befunds, bevor eine Leistung privat berechnet wird.
Für Kinder gelten andere Regeln, und was bei Erwachsenen sinnvoll ist, lässt sich nicht einfach übertragen. Im Milch- und Wechselgebiss steht nicht die Entfernung von Zahnstein im Vordergrund, sondern das Anfärben der Beläge, das Einüben einer altersgerechten Putztechnik und der gezielte Schutz der frisch durchgebrochenen bleibenden Backenzähne.
In der Zahnzauberwelt arbeiten wir mit einem eigenen Prophylaxe-Programm. Dazu gehören die Fissurenversiegelung der bleibenden Sechsjahrmolaren, eine altersgerechte Fluoridierung und eine Ernährungsberatung, die sich an die Eltern richtet. Die Individualprophylaxe für gesetzlich versicherte Kinder und Jugendliche ist zwischen dem sechsten und dem achtzehnten Lebensjahr eine Kassenleistung. Für die ersten Lebensjahre gibt es zusätzlich zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen, die den Durchbruch der Milchzähne begleiten. Wichtiger als jedes einzelne Verfahren ist in diesem Alter, dass der Termin ohne Druck abläuft und das Kind die Praxis nicht mit Schmerz verbindet. Kinder, die diese Termine regelmäßig wahrnehmen, kommen als Erwachsene mit deutlich weniger Behandlungsbedarf in die Praxis.
Die PZR bei gesundem Zahnfleisch ist eine Privatleistung, und was sie im Einzelfall kostet, hängt vom Aufwand ab. Der Aufwand richtet sich nach der Zahl der Zähne, der Menge des vorhandenen Zahnsteins, dem Zustand des Zahnfleischs und dem Vorhandensein von Zahnersatz oder Implantaten. In unserer Praxis liegt die PZR je nach Aufwand bei 80 bis 150 Euro.
Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen die PZR über Bonusprogramme oder Gesundheitskonten, häufig mit Beträgen zwischen 30 und 80 Euro pro Jahr, wobei Höhe und Bedingungen je nach Kasse und Tarif verschieden sind. Zahnzusatzversicherungen übernehmen die Kosten häufig ganz oder anteilig, oft gestaffelt nach der Laufzeit des Vertrags. Wer einen Zuschuss nutzen möchte, klärt vor dem Termin bei der eigenen Kasse, welcher Nachweis dafür verlangt wird. Die Kosten richten sich nach BEMA für gesetzlich Versicherte und der Gebührenordnung GOZ für privat berechnete Anteile. Den exakten Eigenanteil und einen eventuellen Kassenzuschuss kalkulieren wir vor der Behandlung gemeinsam in einem schriftlichen Heil- und Kostenplan.
Nach der Sitzung fühlen sich die Zähne glatt an, und was danach zu Hause passiert, entscheidet darüber, wie lange dieser Zustand anhält. Der Biofilm beginnt sich innerhalb von Stunden neu aufzubauen. Eine PZR ohne funktionierende häusliche Pflege verschiebt das Problem, sie löst es nicht.
Zur Sitzung gehört deshalb immer eine individuelle Mundhygieneberatung. Wir zeigen Ihnen an Ihrem eigenen Befund, welche Stellen Sie regelmäßig auslassen, welche Größe von Interdentalbürsten zu Ihren Zwischenräumen passt und wie Sie die Putztechnik anpassen. Welche Hilfsmittel sinnvoll sind, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ändert sich mit jedem neuen Zahnersatz. Welcher Rhythmus zu Ihnen passt, klären wir gemeinsam anhand des Befunds beim nächsten Kontrolltermin in der Hildesheimer Straße 25.
Dieser Beitrag ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Ob die hier beschriebene Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist und welcher Behandlungsweg zu Ihrer individuellen Situation passt, klären wir gemeinsam mit Ihnen anhand des Befunds in einem persönlichen Termin in der Hildesheimer Straße 25 in Hannover-Südstadt.
Was eine Sitzung kostet, hängt von der Zahl der Zähne, der Menge des Zahnsteins und dem Zustand des Zahnfleischs ab. In unserer Praxis liegt sie je nach Aufwand bei 80 bis 150 Euro. Die Berechnung folgt der Gebührenordnung GOZ für privat berechnete Anteile. Den exakten Eigenanteil kalkulieren wir vor der Behandlung in einem schriftlichen Heil- und Kostenplan.
Was den Abstand bestimmt, ist das individuelle Risikoprofil und nicht ein fester Jahresrhythmus. Bei stabilem Befund und geringem Risiko kann eine Sitzung pro Jahr genügen. Nach einer behandelten Parodontitis liegt der Abstand in der Nachsorge häufig bei drei bis vier Monaten. Wir legen das Intervall nach der Befundung gemeinsam fest und passen es bei Bedarf an.
Was die meisten Patientinnen und Patienten berichten, ist ein gut auszuhaltender Termin ohne nennenswerte Schmerzen. Unangenehm werden kann die Sitzung bei entzündetem Zahnfleisch oder an freiliegenden Zahnhälsen, weil diese Bereiche empfindlicher reagieren. Wenn erforderlich, arbeiten wir dort mit einem lokalen Betäubungsgel oder mit feinkörnigem Pulver. Sagen Sie es bitte während der Sitzung, dann passen wir das Vorgehen an.
Was die gesetzliche Kasse bei gesundem Zahnfleisch trägt, ist die Kontrolle, nicht die Reinigung selbst: die PZR ist hier eine Privatleistung. Viele Kassen bezuschussen sie jedoch über Bonusprogramme oder Gesundheitskonten, wobei Höhe und Bedingungen je nach Kasse und Tarif verschieden sind. Anders liegt der Fall in der Nachsorge nach einer systematischen Parodontitisbehandlung, die in vielen Fällen über zwei Jahre von der Kasse getragen wird.
Nein. Was die PZR leistet, ist das Entfernen dessen, was die häusliche Pflege nicht erreicht, und der Biofilm baut sich innerhalb von Stunden neu auf. Tägliches Putzen, die Reinigung der Zahnzwischenräume und die Zungenreinigung bleiben die Grundlage. Erst beides zusammen hält das Ergebnis der Sitzung über Wochen stabil.
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