Zahnkrone
Eine Zahnkrone ist eine festsitzende Versorgung, die einen stark geschädigten Zahn vollständig überdeckt und ihn vor dem Bruch schützt, wenn eine Füllung dafür nicht mehr ausreicht.
Eine Zahnkrone ist eine festsitzende Versorgung, die einen stark geschädigten Zahn vollständig überdeckt und ihn vor dem Bruch schützt, wenn eine Füllung dafür nicht mehr ausreicht.
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Eine Zahnkrone überdeckt einen stark geschädigten Zahn vollständig und schützt ihn vor dem Bruch, wenn eine Füllung dafür zu wenig Halt findet. Wurzelbehandelte Backenzähne brauchen sie besonders häufig, weil sie spröder werden. Was die Haltbarkeit bestimmt, ist die Pflege des Kronenrands.
Beim Abendessen gibt ein oberer Backenzahn nach, und was zurückbleibt, ist eine scharfe Kante und ein Stück alter Füllung auf der Zunge. Diese Situation beschreiben Patientinnen und Patienten fast wortgleich, wenn ein Zahn über Jahre mehrfach gefüllt wurde und die verbliebene Wand irgendwann zu dünn geworden ist.
Eine Zahnkrone überdeckt den Zahn wie eine Kappe vollständig und übernimmt die Kaufunktion, die der Zahn allein nicht mehr tragen kann. Sie wird dann nötig, wenn zu wenig eigene Substanz übrig ist, um eine Füllung sicher zu verankern, wenn ein Höcker abgebrochen ist, wenn ein Zahn nach einer Wurzelbehandlung spröde geworden ist oder wenn ein tiefer Riss den Zahn zu spalten droht. Die Krone stabilisiert dabei von außen, statt von innen zu füllen.
Eine Füllung ersetzt verlorene Zahnsubstanz und stützt sich dabei auf die Wände, die noch stehen. Was diese Konstruktion trägt, ist die verbliebene Restwand, und mit jeder Erneuerung wird sie dünner. Ein Backenzahn, dessen Kaufläche zu mehr als der Hälfte aus Füllungsmaterial besteht, verhält sich unter Kaudruck anders als ein intakter Zahn.
Beim Zubeißen wirken auf einen Backenzahn erhebliche Kräfte, die sich in einem geschwächten Zahn nicht mehr gleichmäßig verteilen, sondern an der dünnsten Stelle konzentrieren. Dort entsteht zuerst ein feiner Riss, später bricht ein Höcker ab. Reicht der Bruch unter den Zahnfleischrand, wird die Versorgung deutlich aufwendiger und der Zahn ist im ungünstigen Fall nicht mehr zu erhalten. Eine rechtzeitig geplante Überkronung unterbricht diesen Verlauf, bevor er beginnt.
Die Materialfrage entscheidet sich am Ort im Mund und an der Belastung, und was im Frontzahnbereich zählt, ist nicht dasselbe wie am letzten Backenzahn. Vollkeramik ist heute das Material der ersten Wahl für sichtbare Bereiche, weil sie Licht ähnlich wie natürlicher Zahnschmelz durchlässt und dadurch lebendig wirkt statt flach.
Für stark belastete Seitenzähne kommt Zirkonoxid in Betracht, eine besonders bruchfeste Keramik. Metallkeramische Kronen mit einem Gerüst aus einer Legierung und einer keramischen Verblendung sind weiterhin verbreitet und in der Regelversorgung verankert. Reine Metallkronen sind mechanisch sehr haltbar, aber sichtbar und deshalb für den Frontzahnbereich ungeeignet. Welches Material bei Ihnen sinnvoll ist, hängt von der Position, vom Platzangebot, von der Bissführung und von einer möglichen Metallunverträglichkeit ab.
Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme, und was dabei geprüft wird, entscheidet über alles Weitere: der Zustand des Zahnnervs, die Menge der verbliebenen Substanz, das Zahnfleisch rund um den Zahn und das Knochenniveau im Röntgenbild. Erst danach steht fest, ob eine Krone die richtige Versorgung ist.
Anschließend wird der Zahn unter lokaler Betäubung beschliffen, sodass rundum Platz für die spätere Krone entsteht. Alte Füllungen und weiche Kariesanteile entfernen wir dabei vollständig und bauen den Zahn wenn erforderlich mit einer Aufbaufüllung wieder auf. Danach nehmen wir die Situation mit dem Intraoralscanner auf, sodass kein Abdrucklöffel und kein Würgereiz nötig sind. Bis die Krone aus dem Labor kommt, trägt der Zahn ein Provisorium, das ihn schützt und die Lücke schließt.
Beim Einsetzen prüfen wir zuerst den Sitz am Kronenrand, und was dort entscheidet, ist der lückenlose Übergang zum Zahn. Ein Rand mit Spalt sammelt Belag, den keine Zahnbürste erreicht, und wird zur Eintrittsstelle für neue Karies unter der Krone. Danach kontrollieren wir die Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen und die Bissführung mit farbigem Papier.
Ein zu hoher Kontakt wird nicht durch Gewöhnung besser, sondern führt zu Druckempfindlichkeit und im Verlauf zu Beschwerden im Kiefergelenk. Deshalb schleifen wir so lange ein, bis der Biss gleichmäßig aufliegt. In den ersten Tagen kann der Zahn auf Kälte reagieren, was nach einer Präparation normal ist. Bleibt die Empfindlichkeit über zwei Wochen bestehen oder nimmt sie zu, sollten Sie sich melden.
Ein Zahn, dessen Nerv entfernt wurde, wird nicht mehr von innen mit Flüssigkeit versorgt, und was daraus folgt, ist eine langsam zunehmende Sprödigkeit. Hinzu kommt, dass für die Wurzelbehandlung ein Zugang durch die Kaufläche gelegt werden muss, wodurch die Verbindung zwischen den Höckern geschwächt wird.
Beide Effekte zusammen machen einen wurzelbehandelten Backenzahn deutlich bruchgefährdeter als einen vitalen Zahn. Bricht er unterhalb des Zahnfleischrands, ist er in vielen Fällen verloren, obwohl die Wurzelbehandlung selbst erfolgreich war. Eine Krone fasst die Höcker zusammen und nimmt die Spreizkraft aus dem Kauvorgang. Wir planen sie deshalb bei Seitenzähnen in der Regel von vornherein mit ein und stimmen den Zeitpunkt darauf ab, dass die Wurzelbehandlung beschwerdefrei ausgeheilt ist.
Die Lebensdauer einer Krone hängt weniger vom Material ab als von dem, was am Kronenrand passiert. Was eine Krone in aller Regel beendet, ist nicht ein Bruch der Keramik, sondern neue Karies am Übergang zum Zahn oder eine Entzündung des Zahnfleischs, die den Rand freilegt.
Daraus folgt eine sehr praktische Konsequenz: Die Pflege des Kronenrands ist wichtiger als jede Materialentscheidung. Interdentalbürsten in der passenden Größe erreichen den Übergang von der Seite, wo eine Zahnbürste nicht hinkommt. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen entfernen den Belag, der sich dort ansammelt. Wer nachts knirscht, sollte das abklären lassen, weil dauerhafte Überlastung Keramik ermüden lässt. Bei jedem Kontrolltermin prüfen wir den Randschluss gezielt mit einer feinen Sonde und kontrollieren im Röntgenbild, ob sich unter der Krone eine neue Läsion abzeichnet.
Nicht jeder geschwächte Zahn braucht sofort eine Vollkrone, und was zwischen Füllung und Krone liegt, wird häufig übersehen. Ein Inlay oder Onlay ersetzt nur den zerstörten Teil der Kaufläche und lässt gesunde Wände stehen. Damit bleibt mehr eigene Substanz erhalten als bei einer Krone.
Die Grenze verläuft dort, wo die Restwände zu dünn werden, um die Kaukraft zu tragen. Steht auf einer Seite nur noch eine papierdünne Wand, ist eine Teilversorgung nicht mehr sinnvoll. Am anderen Ende der Skala steht die Frage, ob ein Zahn überhaupt erhaltungswürdig ist. Ist zu wenig Substanz oberhalb des Knochens vorhanden oder ist der Zahn längs gerissen, kann eine Brücke oder ein Implantat die ehrlichere Lösung sein. Wir legen beide Wege offen, bevor wir beschleifen.
Eine Krone ist bei den gesetzlichen Krankenkassen über das Festzuschuss-System abgebildet, und was das bedeutet, ist ein fester Zuschuss je Befund statt eines prozentualen Anteils am Rechnungsbetrag. Der Zuschuss richtet sich nach der Regelversorgung für den jeweiligen Befund und steigt mit einem lückenlos geführten Bonusheft.
Entscheiden Sie sich für eine höherwertige Versorgung, etwa eine vollkeramische Krone statt der Regelversorgung, bleibt der Zuschuss gleich und der Eigenanteil steigt entsprechend. Die Kosten richten sich nach BEMA für gesetzlich Versicherte und der Gebührenordnung GOZ für privat berechnete Anteile. Den exakten Eigenanteil und einen eventuellen Kassenzuschuss kalkulieren wir vor der Behandlung gemeinsam in einem schriftlichen Heil- und Kostenplan, den Sie in Ruhe bei Ihrer Kasse einreichen können.
Dieser Beitrag ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Ob die hier beschriebene Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist und welcher Behandlungsweg zu Ihrer individuellen Situation passt, klären wir gemeinsam mit Ihnen anhand des Befunds in einem persönlichen Termin in der Hildesheimer Straße 25 in Hannover-Südstadt.
Was den Ausschlag gibt, ist die Menge der verbliebenen Zahnsubstanz. Solange stabile Wände stehen, an denen sich eine Füllung verankern kann, reicht eine Füllung oder ein Inlay. Ist mehr als die Hälfte der Kaufläche ersetzt, ein Höcker abgebrochen oder der Zahn wurzelbehandelt, schützt nur noch eine Krone zuverlässig vor dem Bruch.
Bei guter Pflege halten Kronen viele Jahre, häufig deutlich über ein Jahrzehnt. Was die Lebensdauer begrenzt, ist selten das Material, sondern fast immer neue Karies am Kronenrand oder eine Zahnfleischentzündung. Interdentalbürsten und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen wirken sich daher stärker aus als die Materialwahl.
Das Beschleifen erfolgt unter lokaler Betäubung und ist dabei schmerzfrei. Nach dem Abklingen der Betäubung kann der Zahn einige Tage auf Kälte reagieren, was nach einer Präparation normal ist. Hält die Empfindlichkeit länger als zwei Wochen an oder nimmt sie zu, sollten Sie sich bei uns melden, damit wir den Zahn kontrollieren.
Was am besten passt, hängt von der Position im Mund ab. Für sichtbare Bereiche ist Vollkeramik die erste Wahl, weil sie Licht ähnlich wie Zahnschmelz durchlässt. Für stark belastete Seitenzähne kommt das bruchfestere Zirkonoxid infrage. Metallkeramik ist in der Regelversorgung verankert und weiterhin verbreitet.
Gesetzliche Kassen zahlen einen befundbezogenen Festzuschuss, der sich an der Regelversorgung orientiert und mit einem geführten Bonusheft steigt. Wählen Sie eine höherwertige Versorgung, bleibt der Zuschuss gleich und der Eigenanteil steigt. Den genauen Betrag halten wir vorab in einem Heil- und Kostenplan fest.
Haben Sie Fragen oder möchten Sie einen Termin? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Sie.