Zahnersatz
Zahnersatz umfasst alle Versorgungen, die verlorene Zähne ersetzen, von der einzelnen Krone über Brücken bis zu herausnehmbaren Prothesen und implantatgetragenen Lösungen.
Zahnersatz umfasst alle Versorgungen, die verlorene Zähne ersetzen, von der einzelnen Krone über Brücken bis zu herausnehmbaren Prothesen und implantatgetragenen Lösungen.
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Zahnersatz reicht von der einzelnen Krone über Brücken bis zu Prothesen und implantatgetragenen Lösungen. Die erste Weiche ist festsitzend oder herausnehmbar, entschieden wird sie nach Zahl und Verteilung der fehlenden Zähne. Vor jeder Planung muss der Zahnhalteapparat der Pfeilerzähne stabil sein.
Ein Patient Anfang siebzig legt beim Beratungstermin drei Kostenvoranschläge nebeneinander und sagt, er verstehe die Beträge, aber nicht die Unterschiede. Was ihm niemand erklärt habe, sei die Frage dahinter: warum überhaupt drei verschiedene Wege für dieselbe Lücke infrage kommen.
Der Begriff Zahnersatz fasst alle Versorgungen zusammen, die verlorene Zahnsubstanz oder ganze Zähne ersetzen. Das reicht von der einzelnen Krone auf einem stark geschädigten Zahn über die Brücke, die eine Lücke überspannt, bis zu herausnehmbaren Teil- und Vollprothesen und zu Versorgungen, die auf Implantaten getragen werden. Die Wahl hängt von der Zahl der fehlenden Zähne ab, von der Verteilung der verbliebenen und vom Zustand des Knochens.
Die erste Weiche ist die Frage, ob die Versorgung im Mund verbleibt oder herausgenommen wird. Festsitzender Zahnersatz wird auf eigenen Zähnen oder auf Implantaten befestigt und bleibt dauerhaft an Ort und Stelle, was ihn dem natürlichen Gebiss am nächsten bringt. Dazu zählen Kronen, Brücken und implantatgetragene Kronen.
Herausnehmbarer Zahnersatz wird zur Reinigung entnommen und kommt vor allem dann infrage, wenn viele Zähne fehlen oder die verbliebenen Zähne ungünstig verteilt sind. Eine Teilprothese stützt sich über Klammern oder feinere Verbindungselemente auf den Restzähnen ab, eine Vollprothese liegt auf der Schleimhaut. Dazwischen liegt der kombinierte Zahnersatz, bei dem überkronte Zähne über Teleskope einen herausnehmbaren Teil tragen und der die Vorteile beider Systeme verbindet.
Bevor eine Versorgungsform gewählt wird, muss der Zustand des Restgebisses geklärt sein, und was dabei am häufigsten übersehen wird, ist der Zahnhalteapparat. Ein Zahn, der als Pfeiler dienen soll, muss den zusätzlichen Kaudruck tragen können. Bei fortgeschrittenem Knochenabbau ist das nicht der Fall.
Deshalb messen wir vor jeder Planung die Sondierungstiefen, prüfen den Lockerungsgrad jedes Pfeilerzahns und beurteilen das Knochenniveau im Röntgenbild. Eine unbehandelte Parodontitis wird zuerst therapiert, weil sonst die Grundlage der ganzen Konstruktion wegbricht. Ebenso gehören kariöse Zähne und undichte Füllungen vor die Versorgung. Erst wenn dieses Fundament steht, ist eine Planung sinnvoll, die über Jahre trägt.
Die Materialfrage ist keine Geschmacksfrage allein, denn was zählt, sind Belastung, Platzangebot und Sichtbarkeit. Vollkeramik hat sich für den sichtbaren Bereich durchgesetzt, weil sie Licht ähnlich wie natürlicher Zahnschmelz durchlässt und dadurch lebendig statt flach wirkt.
Für stark belastete Seitenzähne kommt Zirkonoxid in Betracht, eine besonders bruchfeste Keramik, die sich auch für mehrgliedrige Brücken eignet. Metallkeramische Versorgungen mit einem Gerüst aus einer Legierung und keramischer Verblendung sind in der Regelversorgung verankert und bewährt. Bei herausnehmbarem Ersatz kommen zusätzlich Kunststoffe für die Prothesenbasis und Legierungen für das Gerüst zum Einsatz. Bei bekannter Metallunverträglichkeit planen wir metallfrei, was heute für die meisten Situationen möglich ist.
Die Abformung erfolgt bei uns in den meisten Fällen digital, und was dabei entfällt, ist der Abdrucklöffel mit der Masse, die viele Patientinnen und Patienten als unangenehm empfinden. Der Intraoralscanner erfasst die Zahnreihen dreidimensional, und das Ergebnis lässt sich sofort am Bildschirm prüfen und bei Bedarf punktuell nachscannen.
Aus diesen Daten entsteht im Labor die Konstruktion, die anschließend gefräst oder gedruckt wird. Der Vorteil liegt weniger im Komfort als in der Wiederholbarkeit: Ein digitaler Datensatz altert nicht, verzieht sich nicht und lässt sich bei einem späteren Bruch erneut verwenden, ohne dass eine neue Abformung nötig wird. Bis zur Eingliederung tragen Sie ein Provisorium, das die präparierten Zähne schützt und die Funktion aufrechterhält.
Neuer Zahnersatz fühlt sich anfangs fremd an, und was dabei am häufigsten irritiert, sind Sprache und Speichelfluss. Der Mund ist außerordentlich empfindlich für Veränderungen, sodass schon Zehntelmillimeter deutlich wahrgenommen werden. Bei herausnehmbarem Ersatz kommt hinzu, dass die Zunge zunächst weniger Raum hat.
Diese Phase dauert bei festsitzendem Ersatz meist wenige Tage, bei einer neuen Prothese einige Wochen. Hilfreich ist es, in dieser Zeit weichere Kost zu wählen, beidseitig zu kauen und laut zu lesen, um die Aussprache schneller anzupassen. Druckstellen dagegen gehören nicht zur Eingewöhnung: Sie entstehen an konkreten Punkten und lassen sich in wenigen Minuten korrigieren. Bitte warten Sie damit nicht ab, weil eine unbehandelte Druckstelle die Schleimhaut dauerhaft schädigen kann.
Die Pflege entscheidet stärker über die Lebensdauer als das Material, und was dabei den Ausschlag gibt, sind die Übergänge. Bei Kronen und Brücken liegt der kritische Bereich am Kronenrand und unter dem Brückenglied, wo sich Belag sammelt, den die Zahnbürste nicht erreicht. Interdentalbürsten in der passenden Größe und Superfloss gehören deshalb in die tägliche Routine.
Herausnehmbarer Ersatz wird nach den Mahlzeiten unter fließendem Wasser gereinigt und einmal täglich mit einer Prothesenbürste und milder Seife oder einem speziellen Reiniger gebürstet. Zahnpasta ist dafür ungeeignet, weil ihre Putzkörper die Kunststoffoberfläche aufrauen und Beläge dann schneller haften. Ebenso wichtig sind die verbliebenen eigenen Zähne, besonders die Pfeiler, weil sie unter der Prothese stärker belastet und schwerer zu reinigen sind.
Zahnersatz ist kein abgeschlossener Zustand, sondern eine Konstruktion in einem Mund, der sich verändert. Was sich verändert, ist vor allem der Kieferkamm unter herausnehmbarem Ersatz: Er bildet sich über Jahre zurück, wodurch die Prothese an Halt verliert und ungleichmäßig aufliegt.
Eine Unterfütterung gleicht diesen Verlust aus und stellt den flächigen Sitz wieder her. Bei festsitzendem Ersatz prüfen wir bei jedem Kontrolltermin den Randschluss mit einer feinen Sonde, den Lockerungsgrad der Pfeiler und die Bissführung. Dazu kommt die professionelle Zahnreinigung mit Instrumenten, die Keramikoberflächen und Implantatteile nicht beschädigen. Welcher Rhythmus zu Ihrer Versorgung passt, legen wir gemeinsam anhand des Befunds in der Hildesheimer Straße 25 fest.
Für Zahnersatz gilt bei gesetzlich Versicherten das Festzuschuss-System, und was das bedeutet, ist ein fester Betrag je Befund statt eines prozentualen Anteils an der Rechnung. Für jeden Befund ist eine Regelversorgung definiert, und der Zuschuss bemisst sich an dieser, unabhängig davon, welche Ausführung Sie tatsächlich wählen.
Der Zuschuss erhöht sich, wenn das Bonusheft über fünf beziehungsweise zehn Jahre lückenlos geführt wurde. Bei geringem Einkommen bestehen zusätzliche Härtefallregelungen. Entscheiden Sie sich für eine höherwertige Versorgung, bleibt der Zuschuss gleich und der Eigenanteil steigt entsprechend. Die Kosten richten sich nach BEMA für gesetzlich Versicherte und der Gebührenordnung GOZ für privat berechnete Anteile. Den exakten Eigenanteil und einen eventuellen Kassenzuschuss kalkulieren wir vor der Behandlung gemeinsam in einem schriftlichen Heil- und Kostenplan, den Sie vor Behandlungsbeginn bei Ihrer Kasse einreichen.
Dieser Beitrag ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Ob die hier beschriebene Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist und welcher Behandlungsweg zu Ihrer individuellen Situation passt, klären wir gemeinsam mit Ihnen anhand des Befunds in einem persönlichen Termin in der Hildesheimer Straße 25 in Hannover-Südstadt.
Was den Ausschlag gibt, sind die Zahl der fehlenden Zähne, ihre Verteilung im Kiefer und der Zustand der verbliebenen Zähne. Bei einer einzelnen Lücke mit gesunden Nachbarn stehen Implantat und Brücke zur Wahl. Fehlen viele Zähne oder sind sie ungünstig verteilt, wird eine kombinierte oder herausnehmbare Lösung sinnvoll.
Bei festsitzendem Ersatz sind es meist wenige Tage, bei einer neuen Prothese einige Wochen. Sprache und Speichelfluss verändern sich anfangs, weil der Mund schon Zehntelmillimeter wahrnimmt. Druckstellen gehören allerdings nicht dazu: Sie lassen sich in Minuten korrigieren und sollten nicht ausgesessen werden.
Kronen und Brücken brauchen tägliche Reinigung der Ränder mit Interdentalbürsten, unter Brückengliedern zusätzlich Superfloss. Herausnehmbaren Ersatz bürsten Sie einmal täglich mit einer Prothesenbürste und milder Seife oder speziellem Reiniger. Zahnpasta ist ungeeignet, weil ihre Putzkörper den Kunststoff aufrauen.
Weil der Kieferkamm unter einer herausnehmbaren Versorgung über die Jahre zurückgeht. Die Prothese verliert dadurch an Halt und liegt ungleichmäßig auf, was Druckstellen begünstigt. Eine Unterfütterung gleicht diesen Verlust aus und stellt den flächigen Sitz wieder her, ohne dass eine Neuanfertigung nötig ist.
Gesetzliche Kassen zahlen einen befundbezogenen Festzuschuss, der sich an der Regelversorgung orientiert. Er erhöht sich bei lückenlos geführtem Bonusheft über fünf beziehungsweise zehn Jahre, und bei geringem Einkommen greifen Härtefallregelungen. Den genauen Eigenanteil halten wir vorab im Heil- und Kostenplan fest.
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